Merkblatt zur betrieblichen Gesundheitsförderung

- Betriebsmassage -

 

 

Massage oder Rückenschule steuerlich absetzen

 

Jeder Arbeitgeber kann für jeden seiner Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei bis zu 500 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen ausgeben. Auch der Arbeitnehmer braucht sein Rückentraining dann nicht zu versteuern, sie sind kein "geldwerter Vorteil". Das berichtet WELT Online.

Die Inanspruchnahme einer Betriebs- / Büromassage ist also genauso steuer- und sozialabgabenfrei wie Ernährungsberatung, Bewegungstraining, Programme zur Stressbewältigung und Entspannung, Suchtprävention und einiges mehr.

Als Richtlinie gilt laut WELT der "Präventionsleitfaden“ der Spitzenverbände der Krankenkassen". Alle dort aufgeführten Präventionsprogramme fallen in diese neuartige Steuerbefreiung. So müsse der Arbeitgeber dem Finanzamt nun nicht mehr nachweisen, dass er ein "ganz überwiegend betriebliches Interesse" habe.

Die Maßnahmen müssen nicht kollektiv sein und nicht allen Mitarbeitern gleichermaßen zu Gute kommen. Jeder einzelne kann andere Leistungen vom Arbeitgeber bezahlt bekommen. Es spiele auch keine Rolle, ob die Maßnahme im Betrieb oder außerhalb durchgeführt wird.

Neu sei zudem, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer sogar entsprechende Beträge bar auf die Hand auszahlen dürfe. Allerdings schließe das Gesetz die Steuerfreiheit für die Erstattung von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine durch den Arbeitgeber aus.

Der Arbeitgeber solle den entsprechenden Betrag auf der Lohn- oder Gehaltsabrechnung als steuerfreie Sonderleistung zur Gesundheitsförderung ausweisen.

 

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Auszug aus dem Einkommenssteuergesetz:

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 3

Steuerfrei sind



34. zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen;
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Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.